Fairtrade certified cooperative ECOJAD, member of Ecookim, in Dalao, Côte d’Ivoire. (Woroyiri village)

EINKAUFEN UND DAMIT GUTES TUN, DAS WOLLEN IMMER MEHR VERBRAUCHER. „NACHHALTIG UND FAIR“ IST AUCH WAS FÜR SIE.

Die Fairtrade-Branche boomt: Allein 2015 gaben deutsche Konsumenten mehr als eine Milliarde Euro für Fair-Trade- Produkte aus – gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 18 Prozent. Drei Viertel der gekauften Waren sind Lebensmittel mit den Spitzenreitern Kaffee, Kakao und Bananen. Doch auch Bekleidung, Wohntextilien und Kosmetik aus fairem Handel erobern den Markt. Wie Sie faire Produkte in ihren Alltag integrieren, wie Sie Tag für Tag fair genießen können, lesen Sie hier …

FAIRdinand- Ausgabe September

FAIRdinand- Ausgabe September 2018 – zum Download

Faire Starter am Morgen

Kaffee- oder Teetrinker? Wecken Sie ihre Lebensgeister mit aromatischen Kaffeebohnen aus Kolumbien oder Nicaragua, und mit feinen Teesorten aus Sri Lanka oder Indien. Die Kleinen freuen sich über Trinkschokolade oder eine Schokocreme, dazu ein Glas Orangensaft von brasilianischen Plantagen. Fruchtige Konfitüren, Marmeladen, würzige Honigsorten oder Erdnusscreme finden Sie in reicher Auswahl aus fairem Handel. Für Müsli-Fans: Trockenfrüchte wie Mangos, Ananas oder Papayas bringen einen zusätzlichen Energiekick. Brauchen Sie einen leckeren Snack zwischendurch? Eine Banane, Bananchips oder Schokolade für den süßen Hunger, geröstete Nüsse oder Reiswaffeln für den herzhaften Appetit. Reisgerichte sind beliebt und lassen sich im Nu zubereiten. Aus Indien, Thailand oder Laos kommen die duftenden Reissorten, die mit Gewürzen aus aller Welt zu feinen die duftenden Reissorten, die mit Gewürzen aus aller Welt zu feinen Currys veredelt werden. Mango- oder Papaya-Chutneys harmonieren perfekt dazu. Oder Sie wählen die orientalisch Variante, ein Reis-Couscous, mit deftigem Rind- oder Lammfleisch aus regionaler Produktion. Aus fairem Anbau kommen die Rot- , Rosé- und Weißweine, beispielsweise auch Südafrika oder Chile. Ein Espresso zum Abschluss, dazu ein Schokodessert oder Pralinen – und das Essen war ein fairer Genuss. Alle fairen Produkte finden Sie in Welt-, Bio- oder Naturkostläden sowie in gut sortierten Supermärkten.

Faire Freuden machen

Eine ganz besonders breite Auswahl an Fairtrade-Produkten bieten Weltläden. Neben hochwertigen Lebensmitteln finden Sie schöne Geschenkartikel, ausgesuchten Schmuck, farbenfrohe Bekleidung, Heimtextilien, handgefertigtes Spielzeug, echte Korbwaren und vieles mehr. Die oft in kleinen Manufakturen hergestellten Artikel spiegeln Tradition, Regionalität und Kunsthandwerk der Herkunftsländer wieder. Auch ein Blumenstrauß schenkt Freude, wenn er von Herzen kommt und faire Rosen aus Kenia oder Tansania sind inzwischen überall im Handel erhältlich. win

Faire Woche• Kaffee ist nach Rohöl der zweitwichtigste Rohstoff im Welthandel. Über 100 Millionen Menschen leben von Anbau, Ernte und Verarbeitung des Kultgetränks. Mit den Kaffeepreisen aus Supermärkten können Kaffeebauern nicht fair entlohnt werden.
• Tee ist ein Massenprodukt, die Teepreise auf dem Weltmarkt fallen kontinuierlich. In Indien und China, wichtigste Anbaugebiete für Tee, leben die meisten Arbeiter und Arbeiterinnen mit ihren Familien direkt auf den Teeplantagen. Sie sind gänzlich von der Gunst der Plantagenbesitzer abhängig.
• Zum süßen Image von Schokolade passen Berichte über Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen in Westafrika nicht. Die Schokoladenindustrie verspricht seit Jahren, die Kinderarbeit und den Kinderhandel in Ghana und an der Elfenbeinküste zu unterbinden.
• Rund acht Millionen Rosen werden in Deutschland am Muttertag verkauft, die meisten kommen aus äquatorialen Ländern. Das Klima ist dort am günstigsten und die Arbeitskräfte am billigsten. Arbeits- und Umweltgesetze werden selten überprüft.

Faire Veranstaltungen

Freitag, 21. September
8.30 bis 11.30 Uhr
Coffee- & Banana-Fairday
MitarbeiterInnen der Verwaltung Saarpfalz-Kreis und
der Stadt Homburg
Parlamentarischer Trakt, Am Forum
Homburg

Freitag, 21. September
9 bis 16 Uhr
Gärten der Welt – Integration und Migration –
Fairer Handel
„Karité – Das Gold der Frauen Afrikas“
Fotoausstellung in der „Alten Markthalle“ am Paradeplatz
Blieskastel

Samstag, 22. September
10 bis 13 Uhr
FAIR.wöhnen: Frühstück mit einem Vortrag
von Fleurence Laroppe
Einladung der Steuerungsgruppe Blieskastel
Voranmeldung unter Tel: (0 68 42) 926-1325
Haus des Bürgers, Luitpoldplatz 5
Blieskastel

eranstaltungen Foto-Stadt Homburg

Freitag, 26. Oktober
18 Uhr
Faire Weinprobe
„Fairer Wein –
Qualität und Genuss“
Haus der Begegnung

Montag, 24. September
9 bis 16 Uhr
Gärten der Welt – Integration und Migration –
Fairer Handel
„Karité – Das Gold der Frauen Afrikas“
Fotoausstellung in der „Alten Markthalle“ am Paradeplatz
Blieskastel

Freitag, 28. September
9 bis 19 Uhr
Verkostung:
Fairer Kaffee–Genuss
Weltladen, Kaiserstr. 20
St. Ingbert

Wegweiser durch den Label-Dschungel

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Fair angebaute und gehandelte Produkte ermöglichen den Kleinbauernkooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und
Bauern als auch Beschäftigte auf Plantagen erhalten eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte.
Quelle: TransFair e.V. /
www.fairtrade-deutschland.de

fair+

Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der dritten Welt, kurz GEPA, wird von mehreren sozialen bzw. karitativen Einrichtungen betrieben. Der Fokus bei GEPA liegt im Verkauf fair gehandelter Produkte des globalen Südens. Biologisch kontrollierter Anbau ist zwar keine Pflicht, jedoch stammen fast 80% aller GEPA fair+ Produkte aus biologischer Landwirtschaft. Die sozialen Kriterien von GEPA entsprechen einem hohen Anspruch, während ökologische
Produktionsbedingungen nur vage beschrieben werden.
Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) /
www.ci-romero.de

Global Organic Textile Standard

Der Global Organic Textile Standard ist ein Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. GOTS erfordert die Verwendung von unterschiedlichen Labeln, je nach Material mit einem Mindestanteil an biologischem Material von bis zu 70 Prozent.

Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) /
www.ci-romero.de

Das EU-weit verbindliche Bio-Siegel kennzeichnet nach EU-Recht hergestellte biologische Lebensmittel. Es stellt den Mindeststandard aller in der EU verkauften Bio-Produkte dar. Dabei ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden oder künstlichen Düngemitteln verboten, in der Tierhaltung gibt es mehr Platz und Auslauf für Tiere. Produkte
nach dem EU-Bio-Standard müssen mindestens 95 Prozent zertifizierte Inhaltsstoffe beinhalten. Zusätzlich zum verpflichtenden EU-Bio-Logo können die Hersteller auch weiterhin mit dem deutschen Bio-Siegel kennzeichnen.
Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) /
www.ci-romero.de

UTZ

Mit UTZ Certified werden Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao oder Nüsse zertifiziert. Der Code of Conduct von UTZ Certified bezieht sich in seinen Sozialstandards hauptsächlich auf die ILO-Kernarbeitsnormen, nach denen Kinder- oder Zwangsarbeit verboten ist und der gesetzlich festgelegte Mindestlohn bezahlt werden muss. Regenwaldrodung wird nicht explizit untersagt, besonders gefährliche Pestizide werden nicht ausdrücklich verboten. Generell werden weniger handfeste Kriterien von den Produzenten verlangt, sondern eher vage Aufforderungen zu nachhaltigerem Anbau erteilt.
Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) /
www.ci-romero.de

Der Blaue Engel wurde 1978 auf Initiative des Bundesministers des Inneren ins Leben gerufen. Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist bei der Beurteilung stets der gesamte Lebensweg zu betrachten. Für jede Produktgruppe werden Kriterien erarbeitet, die die mit dem Blauen Engel gekennzeichneten Produkte
und Dienstleistungen erfüllen müssen. Um dabei die technische Entwicklung widerzuspiegeln, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien.
Quelle: RAL gGmbH
www.blauer-engel.de

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